Birdlife-Fotoreise Nordisrael im Herbst 1.-8. November

Eine 8-Tages-Reise speziell zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Fotografen. Stationen: Hula-Tal, See Genezareth, Golan, Bet-Shean und Jordan-Tal
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€2950.00 incl tax

Birdlife-Fotoreise Nordisrael im Herbst 1.-8. November 2020

Birdlife-Fotoreise Vogelzug und Wintergäste in Nordisrael

Datum: 1.-8.November 2020

Preis: 2950  Euro im DZ,  Einzelzimmerzuschlag: 480 Euro

Im Preis inbegriffen: Alle Transporte ab und und bis Flughafen Ben Gurion Tel Aviv im eigenen ständig verfügbaren Tour-Minibus, 7 Übernachtungen in guten Hotels/Guesthouses, 3 Mahlzeiten pro Tag, individuelle deutschsprachige Betreuung und Führung durch Thomas Krumenacker, alle Eintrittspreise in Nationalparks.

 

Tag 1 - Jerusalem, JBO und Gazelle Valley 

Unser Treffpunkt am Sonntagmorgen ist der internationale Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv. Gemeinsam fahren wir mit unserem Minibus von hier nach Jerusalem, wo wir als erste Station der Reise das idyllisch im Rosengarten des Parlaments gelegene Jerusalem Bird Observatory besuchen. Das JBO  wird von Birdlife Israel betrieben und wir erleben hier unsere ersten hautnahen Kontakte zu einheimischen Vogelarten wie  Jerichonektarvogel, Streifenprinie und Gelbsteißbülbül sowie häufigen Durchzüglern wie Blaukehlchen. Auch seltenere Durchzügler bekommen wir zu Gesicht und ausnahmsweise sogar in die Hand: Denn das JBO ist auch eine international bedeutsame Beringungsstation.  Anschließend besuchen wir das Gazelle Valley, eine Naturoase inmitten der Stadt, wo wir gute Chancen auf Begegnungen mit Dorkasgazellen und  Goldschakalen haben. Nach einem Abstecher auf den Ölberg mit seinem spektakulären Blick über die Altstadt Jerusalems machen wir uns auf den rund eineinhalbstündigen Weg  zu unserem Hauptdomizil für die nächsten Tage, den Kibbutz Kfar Ruppin, der unmittelbar am Jordanfluss gelegen ist. Nach dem Abendessen gebe ich in einem Vortrag in informeller Runde einen Überblick über die Vogelwelt Israels mit Schwerpunkt auf die von uns besuchten Gebiete und Regionen. 

 

Tag 2 und 3 - Jordantal und Bet-Shean-Tal 

Das Jordan Valley Birdwatching Center im Kibbutz Kfar Ruppin wird für die nächsten Tage unsere Basis sein. Von hier aus erkunden wir die fotografischen Möglichkeiten der Täler des Jordan und von Bet-Shean. Wir haben exklusiven fotografischen Zugang zu den Fischteichen des Kibbutzes und den neuen Birdlife-Vogelschutzgebieten in unmittelbarer Nähe. Hier befinden wir uns im Zentrum  eines der wichtigsten Durchzugs- und Überwinterungsgebiete für zahlreiche europäische Vogelarten. Wir können mit mehreren hundert bis über 1000 Schwarzstörchen, Tausenden Schwarzmilanen, Hunderten Silber- und Seidenreihern, Löfflern, Braunsichlern, ungezählten Stelzenläufern, Spornkiebitzen und mehr als einem Dutzend Watvogelarten sowie mehreren Schelladlern, Gleitaaren und zahlreichen weiteren Vogelarten in großer Zahl rechnen, die wir fotografisch in Szene setzen wollen. Auch die eindrucksvollen Rosapelikane sind in großer Zahl in den Tälern anwesend. 

Wir haben hier exklusiv die Möglichkeit, entweder an geeigneten Stellen Tarnzelte aufzubauen oder aus dem Auto heraus oder zu Fuß zu fotografieren. Der Vogelzug und die Bewirtschaftung der Teiche ist hochflexibel und ein ebenso flexibler Ansatz - etwa durch das Fotografieren aus Tarnzelten an wechselnden Standorten - verspricht den größten Erfolg.

Die Temperaturen sind zu dieser Jahreszeit mild und erlauben das Fotografieren auch außerhalb der Morgen- und Abendstunden. Wir werden voraussichtlich die erste Gruppe internationaler Fotografen sein, die im neu geschaffenen Feuchtgebiet von Birdlife Israel unmittelbar angrenzend zum Jordanfluss fotografieren kann.  Nach dem Genuß des ausgezeichneten nahöstlichen Essens im Birdwatching Center nutzen wir die Abende in geselliger Runde zum Austausch unserer Erfahrungen während des Tages und zur Bildbesprechung in lockerer und informeller Runde. 

 

Tag 4 - Hula-Tal 

Nach einer morgendlichen Fotosession und einem ausführlichen Frühstück machen wir uns am frühen Mittwochnachmittag mit unserem Bus auf nach Norden in das berühmte Hula-Tal, eines der wichtigsten Feuchtgebiete des gesamten Nahen Ostens. Hier erleben wir am Abend an Bord eines "Mobile Hides" den Einflug abertausender Kraniche und anderer Vogelarten wie Rosapelikan aus wenigen Metern Entfernung. Wer glaubt, bereits genügend Kranicherlebnisse gehabt zu haben, wird eine Überraschung erleben. Nirgendwo lassen sich die Vögel so nah in so großer Zahl fotografieren, wie im Hula-Tal.  Wir übernachten in einem nahegelegenen Guesthouse am Fuße der Golanhöhen.

 

Tag 5 - Hula-Tal und Golanhöhen 

Am Donnerstag stehen wir  früh auf, um das Spektakel des Kranich- und Pelikanaufbruchs im ersten Morgenlicht zu erleben. Während der Tour bestehen auch sehr gute Chancen auf Fotogelegenheiten für andere Arten wie dem "Luchs des Nahen Ostens", der Rohrkatze, oder von Schelladlern. Auch einzelne Jungfernkraniche mischen sich immer wieder unter die Kraniche. Das milde Licht um den Sonnenaufgang und die unmittelbare Nähe zu Tausenden erwachenden Kranichen geben Gelegenheit zu kreativer Fotografie.

Nach dem Frühstück  machen wir uns auf den Weg auf die Golanhöhen, wo wir das Geierschutzgebiet Gamla besuchen werden und die spektakuläre Aussicht auf den See Genezareth genießen. Neben Chancen auf Gänsegeier und Habichtsadler haben wir hier gute Aussichten, weitere interessante Vogelarten wie Blaumerle oder Langschnabelpieper sowie als Säugetier Klippschliefer zu fotografieren. Nach einer schönen Fahrt entlang des Sees Genezareth treffen wir am Abend  wieder im Jordan Valley Birdwatching Center in Kfar Ruppin ein. 

 

Tag 6 und 7  - Jordantal und Bet-Shean

Zurück in unserem Basislager haben wir zwei weitere volle Tage, um den Vogelreichtum im Jordantal zu genießen und in aller Ruhe gezielt an Aufnahmen von Arten zu arbeiten, die es uns besonders angetan haben oder uns einfach treiben zu lassen und en passant zu fotografieren, was gerade vor die Linse fliegt. Die Auswahl ist groß: Etwa die drei in großer Zahl anwesenden Eisvogelarten (Eisvogel, Graufischer, Braunliest), Schwarzstörche in größeren Gruppen oder (mit viel Geduld) einen der hier überwinternden Schelladler. Abends besteht die Möglichkeit, einen Greifvogelschlafplatz am Jordan zu besuchen, der in manchen Jahren hunderte von Weihen und andere Greifvögel anzieht.

 

 Tag 8 - Pelikane und Zugvogelschutz 

Vor dem Aufbruch zum Flughafen wartet an unserem letzten Tag noch ein echtes Highlight auf uns. Wir besuchen gemeinsam mit dem Ranger der Nationalparkbehörde einen See, an dem Tausenden von Rosapelikanen durch die Bereitstellung von FIschnahrung die Möglichkeit gegeben wird, ihren Zug nach Afrika fortzusetzen. Ohne diese Unterstützung könnten viele der Pelikane ihren Zug aus den Brutgebieten im Donaudelta in die afrikansichen Winterquartiere nicht absolvieren, weil vor allem in der Türkei und in Jordanien wichtige traditionelle Rastplätze durch Lebensraumzerstörung oder Klimawandel verloren gegangen sind. Mit den eindrucksvollen Bildern tausender Peilkane im Kopf und hoffentlich auch auf der Speicherkarte machen wir uns auf den Weg zum Flughafen. 

 

Mit welchen Vogelarten können wir rechnen?

Unser Reisegebiet ist äußerst vogelreich zur dieser Jahreszeit und bietet ausgezeichnete Bedingungen zur Naturfotografie. Sehen Sie selbst: Alle Fotos dieser Galerie sind im Beobachtungsgebiet dieser Reihe und zur entsprechenden Jahreszeit aufgenommen worden (klicken Sie in die Galerie zur besseren Ansicht) Eine Garantie auf eine Begegnung mit allen genannten Arten, das versteht sich von selbst, kann natürlich nicht gegeben werden. 

Hier eine unvollständige Liste mit Schlüsselarten, von denen wir erwarten können, dass wir ihnen begegnen:

Schwarzstorch, Weißstorch, Purpurreiher, Seidenreiher, Silberreiher, Kuhreiher, Löffler, Stelzenläufer, Braunsichler, Rosapelikan, Zwergscharbe, Eisvogel, Braunliest, Graufischer, Kleines Sumpfhuhn, Tüpfelsumpfhuhn, Armenienmöwe, Fischmöwe, Schelladler, Kaiseradler, Schwarzmilan, Gänsegeier, Mönchsgeier (selten) Zwergadler, Gleitaar, Merlin, Halsbandfrankolin, Jerichonektarvogel, Gelbsteißbülbül, Streifenprinie,Wiedehopf, Palmtaube, Zitronenstelze, Blaukehlchen, Cistensänger, Mariskenrohrsänger, (Fluß-,Sand-, Seeregenpfeifer, Teich-, Bruch-, Waldwasserläufer, Kampfläufer, Alpen-, Zwerg- und Sichelstrandläufer, Säbelschnäbler, Wiesen-,Rotkehl-, Brach-, Bergpieper, Spornkiebitz, Smaragdspint Steppenkiebitz (selten), Moabsperling, Langschnabelpieper, Blaumerle.

Säugetiere: Klippschliefer, Dorcas-Gazelle, Goldschakal, Rohrkatze